Schützenswerte Kostbarkeiten
Ins Staunen kommt man mehr als einmal im Bayerischen Jura ob all der Besonderheiten der Natur. Da sind z.B. die eigenwilligen Formen der Dolinen, Ponore, Quelltöpfe und Höhlen, Erscheinungen des Karstes im stark löslichen Kalkgestein.
Da gibt es Wälder, in denen Orchideen blühen, und manch andere seltene und vom Aussterben bedrohte Pflanze hat hier noch ihren Lebensraum. Auch die Fauna kann mit einer Vielzahl von besonderen und einmaligen Arten aufwarten.
Damit es so bleibt und wir uns weiter an all diesen Kostbarkeiten der Natur erfreuen können, bedarf es der Anstrengung von uns allen. Im Kleinen heißt das: verantwortliches Verhalten in der Landschaft, z.B. durch Respektierung von Betretungsverboten.
Im größeren und komplexen Zusammenhang gesehen, bedeutet die Erhaltung dieser einmaligen Naturlandschaften eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Staatliche Organe, Institutionen des Naturschutzes, die Landwirte und schließlich auch wir Bürger - als Verbraucher, als Touristen - müssen dabei zusammenwirken.
Naturschutzgebiet "Weltenburger Enge"
Für das mit dem Europadiplom ausgezeichnete Naturschutzgebiet "Weltenburger Enge" sollen durch intensive Besucherbetreuung durch einen neuen hauptamtlichen Schutzgebietbetreuer negative Auswirkungen des Massentourismus minimiert werden.
Der Landschaftspflegeverein Kelheim VöF, 1985 als erster seiner Art in Bayern gegründet, sowie die Landschaftspflegeverbände für die Landkreise Neumarkt i.d.OPf., Amberg-Sulzbach und Regensburg sowie deren übergeordneter Zusammenschluss "NEPOMUK" engagieren sich im Bayerischen Jura für die Wiederherstellung bzw. die Erhaltung der einzigartigen Naturlandschaften.
Auf dem Prinzip der Freiwilligkeit basierend, arbeiten Kommunen und Staat, Naturschützer und Landwirte gleichberechtigt zusammen und bringen erfolgreich eine Vielzahl von Maßnahmen zu Wege.
Infos zu den Landschaftspflegeverbänden erhalten Sie unter www.nepo-muk.de und www.voef.de
Wertvolle Standorte für die Flora und Fauna
Im Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst kommen Frauenschuh und andere Orchideen relativ häufig vor, z.B. bei Königstein. Um diese wertvollen Standorte weiter zu erhalten, hat der Naturpark-Verein in Zusammenarbeit mit örtlichen Landwirten in den letzten Jahren zahlreiche Entbuschungsmaßnahmen durchgeführt.