Die Kombination von Wasser und Kalk ist es, die unser Gebiet zu einer typischen Karstlandschaft mit zahlreichen, reizvollen Attraktionen macht. Die bekanntesten Karsterscheinungen finden sich als Tropfsteinhöhlen verstreut über den Bayerischen Jura. Seit 175 Jahren bekannt ist z.B. das Schulerloch bei Kelheim, nicht weniger beeindruckend ist die König-Otto-Höhle bei Velburg. Höhlenfreunde kommen hier überall auf ihre Kosten, denn der Untergrund gleicht einem Schweizer Käse.
Doch nicht nur unter der Erde findet sich Einmaliges. Unvergesslich wird dem Besucher die azurblaue Färbung so mancher Karstquelle, wie dem Blautopf im Altmühltal, bleiben. Auch Dolinen, Schlucklöcher und Sinterterrassen zählen zum reichen Formenschatz des Karstes. Die Landschaft der Kuppenalb in den nördlichen Landkreisen wird von imposanten Felsgebilden bestimmt, einmal einzeln stehend, ein andermal einen Irrgarten riesenhafter Felsbrocken bildend.
Bei Neumarkt treffen wir auf die markante Landschaft der Zeugenberge, Überreste einer heute weiter im Hinterland liegenden Schichtstufe. Sie sind Zeugen, dass die Erde nicht still steht und sich laufend verändert. Dort, wo das Wasser nicht gleich im Untergrund verschwindet, durchziehen malerische Flüsschen als Oasen des Lebens die Landschaft. Lauterach, Sulz, Naab und Vils, Schwarze, Weiße und Wissinger Laaber sind Wasseradern, die im Jura das Gegenstück zu einer ansonsten trocken wirkenden Gegend darstellen.
Am Südrand der Flächenalb hat sich Mutter Natur noch einmal so richtig ausgetobt und zwischen Kelheim und Weltenburg mit der Weltenburger Enge eine bis 200 Meter tiefe canyonähnliche Landschaft geschaffen, dessen landschaftliche Schönheit wohl an keiner anderen Stelle der Donau überboten wird. Fälschlicherweise spricht man häufig immer noch vom sogenannten "Donaudurchbruch", doch es war weder die Donau, noch handelt es sich um einen Durchbruch bei diesem Juwel der bayerischen Donau.
Auch die Altmühl fließt in einem Tal, das viele Gesichter hat. Bei Dietfurt schiebt sie sich noch breit im Tal der Urdonau voran, um sich dann auf den letzten Kilometern vor dem Zusammentreffen mit der Donau bei Kelheim noch einmal von ihrer wildromantischen Seite zu zeigen.