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Das große Heer der Kerbtiere


Alle Wirbeltiere zusammen bilden nur die Spitze des Eisbergs, wenn man die reine Artenzahl betrachtet. Die große Masse macht das Heer der Insekten und Spinnentiere aus. Ähnlich wie bei den Pflanzen liegt auch hier der Lebensraum Trockenrasen an erster Stelle. Doch nicht allein die Artenzahl ist das Interessante, sondern vor allem die Vielfalt der Formen und ökologischen Anpassungen.

Besonderheiten der Trockenrasen sind z.B. die Blauflügelige Ödlandschrecke, die nur an sonnenexponierten, felsigen Stellen vorkommt, ebenso wie verschiedene Dickkopffalter und Bläulinge, die auf diesen Lebensraum angewiesen sind. Auch der in Südeuropa weitverbreitete Segelfalter fühlt sich hier wohl und verzaubert mit seinem schwerelosen Gaukelflug. Der seltene, libellenartige Schmetterlingshaft ist ebenfalls eine Charakterart der warmen Trockenhänge.

Krabbenspinnen verschiedenster Arten lauern in der jeweiligen Farbe der Blüte, auf der sie sitzen, auf vorbeikommende Beute. Nicht weniger faszinierend ist die Rote Röhrenspinne, die an einigen wenigen Stellen vorkommt, oder die Zebraspinne, die mit ihrem schwarzgelben Streifenmuster bei uns noch relativ häufig zu finden ist.

Natürlich gibt es auch am Wasser Einzigartiges zu beobachten, wie z.B. die Quelljungfer, eine Libellenart, die für die Entwicklung ihrer Larven auf ungestörte Kalkquellgebiete angewiesen ist.
Der interessierte Naturfreund wird im Bayerischen Jura überall auf seine Kosten kommen. Doch gerade der Mikrokosmos ist es, der eine ganz eigene Faszination ausübt.

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