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Artenreiche Tierwelt im Bayerischen Jura


Säugetiere: Nightlife und Comebacks

Ein Großteil unserer heimischen Säugetiere ist nachtaktiv. Haselmaus, Siebenschläfer und zahlreiche andere kleine Nager, aber auch den weitverbreiteten Dachs und Steinmarder wird man deshalb kaum zu Gesicht bekommen. Fuchs, Hermelin und Mauswiesel lassen sich dagegen schon einmal bei Tag blicken. Das selbe gilt für Reh, Wildschwein oder Feldhasen, lediglich das Eichhörnchen ist ein reiner Tagbewohner. Die Landschaft mit ihren Höhlen, Wäldern und alten Gemäuern bietet ca. 20 Fledermausarten ein Zuhause. Nach einer langen Zeit der Abwesenheit ist auch der Biber wieder in den Bayerischen Jura zurückgekehrt. Der Luchs als heimlichster aller Jäger soll sich ebenfalls wieder eingefunden haben.

Die Vogelwelt

Unsere gefiederten Freunde sind aufgrund des Strukturreichtums unserer Landschaft mit einer hohen Artenzahl vertreten. In den Wäldern brüten neben vielen kleinen Singvogelarten allein sechs verschiedene Spechte. Mäusebussard und Turmfalke zählen zu den häufigsten Raubvögeln, aber auch der Wanderfalke brütet dank jahrelanger Schutzbemühungen wieder bei uns. Seinen Lebensraum teilt sich der Wanderfalke mit dem Uhu, der in Felsnischen brütet. An den Flüssen und Bächen lauert der Graureiher auf Beute, aber auch Kormorane, Gänsesäger und verschiedene Entenarten sind zu beobachten. Der „fliegende Edelstein“, der Eisvogel, fällt trotz seines auffälligen Gefieders häufig erst durch seinen scharfen Pfiff auf, wenn er flach über die Wasseroberfläche fliegt. Ebenso faszinierend ist die Wasseramsel, die ihre Nahrung unter Wasser sucht. Sie ist auf saubere, naturnahe Bachläufe angewiesen. Im Bereich der Trockenrasen, v.a. wenn sie mit Gebüschgruppen und Hecken abwechseln, lebt der Wendehals, der sich überwiegend von Ameisen ernährt. Auch der Neuntöter, der seine Beute auf dornigen Zweigen zwischenlagert, findet hier sein Auskommen.

Reptilien und Amphibien

Die sonnenbeschienenen Jura-Hänge und Waldränder sind der Lebensraum verschiedener Reptilienarten. Weit verbreitet ist die Zauneidechse, deren Männchen zur Paarungszeit im Mai mit ihrer leuchtend grünen Färbung auffallen. Waldeidechse und Blindschleiche sind weniger spektakulär und besiedeln auch andere Biotope. Von den Schlangen erwarten uns immerhin drei Arten: Die völlig harmlose Glattnatter, unsere zwar häufigste, aber aufgrund ihrer versteckten Lebensweise meist übersehene Art. Sie wird gelegentlich mit der Kreuzotter verwechselt, die ebenfalls vorkommt, allerdings sehr selten geworden ist. Die Ringelnatter ist ein Bewohner der Feuchtbiotope und leicht an ihren gelb-orangen Mondflecken am Hals zu erkennen. Der Feuersalamander als auffälliger Vertreter der Amphibien ist in schattigen Wäldern und Tälern zu finden. Verschiedene Molcharten laichen im Frühjahr in Tümpeln und Seen ab. See- und Wasserfrosch sonnen sich an den Gewässerufern, dagegen sind Gras- und Springfrosch nur nachts oder bei sehr feuchter Witterung zu beobachten. Dies gilt auch für Erd-, Kreuz- und Wechselkröte. Der Laubfrosch, so bekannt er ist, ist auch bei uns selten geworden.

Das große Heer der Kerbtiere

Bei den Insekten ist vor allem die Vielfalt der Formen und ökologischen Anpassungen interessant. Besonderheiten der Trockenrasen sind z.B. die Blauflügelige Ödlandschrecke, die nur an sonnenexponierten, felsigen Stellen vorkommt, ebenso wie verschiedene Dickkopffalter und Bläulinge, die auf diesen Lebensraum angewiesen sind. Auch der in Südeuropa weitverbreitete Segelfalter fühlt sich hier wohl und verzaubert mit seinem schwerelosen Gaukelflug. Der seltene, libellenartige Schmetterlingshaft ist ebenfalls eine Charakterart der warmen Trockenhänge. Krabbenspinnen verschiedenster Arten lauern in der jeweiligen Farbe der Blüte, auf der sie sitzen, auf vorbeikommende Beute. Nicht weniger faszinierend ist die Rote Röhrenspinne, die an einigen wenigen Stellen vorkommt, oder die Zebraspinne, die mit ihrem schwarzgelben Streifenmuster noch relativ häufig zu finden ist. Natürlich gibt es auch am Wasser Einzigartiges zu beobachten, wie z.B. die Quelljungfer, eine Libellenart, die für die Entwicklung ihrer Larven auf ungestörte Kalkquellgebiete angewiesen ist.

Jungfüchse
Jungfüchse
Segelfalter
Feuersalamander
 
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