Bayerischer Jura. Urlaubsland der Tr䵭e. - www.bayerischerjura.de

Urkraft der Schöpfung: Das Wasser


Wo sich heute der Bayerische Jura erstreckt, war im Erdmittelalter - zur Zeit der Saurier - der Grund eines riesigen Meeres. Die besonderen landschaftlichen Erscheinungsformen verdankt der Bayerische Jura der formenden Kraft des Wassers.

Die etwas andere Wasserkraft

Aus Schwämmen, Schnecken und anderen Klein- und Kleinstlebewesen bildeten sich mächtige Ablagerungsschichten, deren heller Kalkstein uns heute überall begegnet. Freilich haben Wind und vor allem Wasser schon bald nach Rückzug des Jurameeres damit begonnen, die nun zutage getretene Hochfläche umzuformen. Heute bestimmen den Charakter der Landschaft sanft gewellte Hochebenen, überragt von Kuppen und Kegeln im, überall vielfältig gegliedert durch eng eingeschnittene Flusstäler. Auch seine besonders spektakulären Erscheinungen verdankt der Bayerische Jura der formenden Kraft des Wassers. Weltberühmt ist der Donaudurchbruch bei Weltenburg. Märchenhafte Tropfsteinhöhlen entwickeln sich prosaisch durch Verkarstung und Versinterung. Um Königsstein und Auerbach im Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst bestimmen bizarre Felsenriffe die Landschaft. In Jahrmillionen aus weicherem Gestein herausmodelliert, geben sie Zeugnis von der gestaltenden Kraft des Wassers.

Mangelwirtschaft positiv gesehen

Obwohl vom Wasser gestaltet, mangelt es den Hochflächen und Talhängen des Bayerischen Juras an diesem kostbaren Nass. Gerade weil das Wasser in Millionen von Jahren auf das relativ weiche Kalkgestein eingewirkt hat, ist es von Klüften, Spalten und Höhlen durchzogen. Das Regenwasser kann schnell und ungehindert in die Tiefen abfließen. Der Mangel an Wasser, die mageren, flachgründigen Böden und die über Jahrhunderte erfolgte Nutzung dieser Flächen als Schafweiden haben die für den Bayerischen Jura so charakteristischen Wacholderheiden und Magerrasenhänge entstehen lassen.

Ganz schön natürlich!

Überfluss, zumindest aber reichlich Wasser, findet sich in den Talauen der zahlreichen Flusstäler. Immer tiefer haben sich Donau und Altmühl, Weiße und Schwarze Laber, Sulz, Lauterach und Vils sowie die Naab in die Hochfläche des alten Meeresbodens eingeschnitten. Grandiose Landschaftsbilder wie der Donaudurchbruch bei Weltenburg und das Altmühltal mit seinen steilen Felshängen sind dabei entstanden, aber auch Idyllen, wie sie die sanfter gemuldeten Täler von Sulz, Vils und Laber zeigen. Wahrlich, Wasser gibt es in den zahlreichen Tälern und Tälchen genügend: fröhlich plätschernd, schnell strömend, fast ruhig stehend. Dazu kommt das Wasser unterirdischer Karstflüsse, die an den Talsohlen als reiche Quellen zu Tage treten. Seit Jahrhunderten haben sich im Bayerischen Jura die Menschen die Kraft des Wassers zu Nutze gemacht, haben Wasserräder an die Ufer gestellt und damit Hämmer und Mühlen angetrieben. In Dietfurt im Naturpark Altmühltal lässt sich der Wasserreichtum des Bayerischen Juras exemplarisch studieren. Sieben(!) Täler münden hier zusammen. Wer dem "Wasser- und Mühlenweg" im Tal der Weißen Laber folgt, wird auf "tausend Quellen" und zwanzig Mühlen stoßen.

Natürliche Schätze des Bayerischen Jura

Im Kreislauf des Wassers fällt dem Wald eine wichtige Rolle zu. Als gewaltiger Wasserspeicher dient er dem Schutze vor Hochwasser und Bodenerosion. Der Bayerische Jura ist reichlich mit Wald ausgestattet. "Nordwald" nannte man im Mittelalter das Gebiet nördlich von Regensburg und der Donau. Seit dem 8. Jahrhundert ließen Klöster und Grundherren in den tiefen Wäldern roden. Trotzdem ist das Amberg-Sulzbacher Land noch heute eine der waldreichsten Gegenden Deutschlands. So gehören die großflächigen Kiefern- und Fichtenwälder um Königstein und Auerbach zum Naturpark "Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst". Hier erwarten den Urlauber nach Harz und Moos duftende Wanderwege, bizarr aus der Landschaft aufragende Dolomitnadelfelsen und Orchideenwiesen auf Lichtungen. Im Südwesten herrschen lichte Laub- und Laubmischwälder vor, die besonders im Frühling und Herbst mit ihrer Farbenpracht beeindrucken. Die Zugehörigkeit dieser Region um Altmühl und Donau zum "Naturpark Altmühltal" gewährt auch hier besonderen Schutz der Landschaft bei größtmöglichem Komfort für die Erholungssuchenden.

Am Wasser bei Sulzbach
Sieben Quellen bei Breitenbrunn
Blautopf-Quelle bei Essing
Wehr an der Weissen Laber
Laberwehr an der Weissen Laber
An der Naab bei Heitzenhofen
 
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Interaktive Karte Bayerischer Jura