
Schlaufenweg 14
Schwarze-Laber-Schlaufe
Wandern entlang der Schwarzen Laber durch Wald, Fels und Tal.
Die Schwarze-Laber-Schlaufe führt von Unteralling im Südosten über die Jurahänge und entlang der Schwarzen Laber durch den Gemeindebereich Sinzing bis nach Eilsbrunn im Nordwesten. Flache und beschauliche Passagen wechseln sich mit steilen und anspruchsvollen Abschnitten ab, was den besonderen Reiz dieses Schlaufenwegs ausmacht.
Die Schwarze-Laber-Schlaufe verläuft streckenweise auf felsigem oder laubbedecktem Untergrund steil auf die Jurahänge hinauf und meist entlang der Hangkante durch lichten Laubmischwald. An einzelnen Stellen gibt der Wald den Blick auf die idyllisch dahinfließende Schwarze Laber frei, beispielsweise an der Hohen Wand, einem markierten Aussichtspunkt nördlich von Alling. Das Licht- und Schattenspiel der durch das Laub auf das Wasser fallenden Sonnenstrahlen erfreut den Betrachter im Tal, wo der Weg dem von Erlen und Weiden gesäumten Flussufer folgt. Kurz vor Eilsbrunn bietet die Route am Pfalzbauernberg eine Besonderheit: Hier führt der Weg durch eine für den Jura typische Trockenrasenlandschaft, die von beeindruckenden Felsformationen eingerahmt ist und zu den schönsten Gegenden im Bayerischen Jura zählt.
Neben den landschaftlichen Reizen hat die Route auch kulturhistorisch einiges zu bieten. So verläuft die Strecke von Alling in östlicher Richtung über die ehemalige Trasse der Lokalbahn „Allinger Bockerl“, die heute als Schwarze-Laber-Rad- und Wanderweg genutzt wird. Die Lokalbahn, die auf Initiative des Verlegers Friedrich Pustet und anderer Unternehmer gebaut wurde, transportierte zwischen 1875 und 1985 auf ihrer 4,14 Kilometer langen Strecke Güter und bis 1965 auch Personen zwischen Sinzing und Alling. Wer denkt heute noch daran, dass das Labertal damals nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel der Regensburger war, sondern aufgrund der Wasserkraft und der Braunkohlevorkommen vor allem ein Standort florierender Industrie- und Handwerksbetriebe? Neben mehreren Mühlen und Sägewerken, die zum Teil bis heute in Betrieb sind, ist auch die ehemalige Papierfabrik der Gebrüder Pustet erhalten geblieben.
Der Talweg führt am Schlossberg bei Bruckdorf an den wenigen Mauerresten einer ehemaligen Burg vorbei, die weitgehend zerstört wurde. Deshalb ist der Talweg auch Teil des „Burgensteigs“. Informationstafeln illustrieren die Bedeutung der einzelnen Standorte.


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